Der wirkliche Eklat ist der Abriss von „ELISA“

Was geschah wirklich in der von der SPD angemeldeten Aktuellen Stunde „Wohnungsbau in Hamburg: Schon viel erreicht – und noch viel vor!“ in der Bürgerschaft am 21.1.2015 ?

Das Abendblatt vom 22.1.2015 schreibt im Artikel: „Olaf Duge (Grüne) sorgt für Eklat in der Bürgerschaft“  folgendes: „Der Grüne Bauexperte Olaf Duge hat in der Aktuellen Stunde der Bürgerschaft für einen Eklat gesorgt. Am Ende seiner Rede zur Kritik an der Wohnungsbaupolitik des Senats schmiss er Zettel vom Rednerpult in Richtung der SPD-Abgeordneten“.

Was dort nicht steht ist, dass es sich um kleine blaue Aufkleber mit der Aufschrift „ELISA BLEIBT“ und rotem Text „www.elisa-bleibt.de“ handelte. Das geschah nachdem ich die neue Broschüre der Initiative „Retter für Hamburgs Backstein-Erbe gesucht“ deutlich gezeigt hatte. Vom eigentliche Problem und meiner  Kritik an der Baupolitik der SPD  und insbesondere an dem Abriss erhaltensfähiger und erhaltenswürdiger Backsteinbauten wird dabei geflissentlich kein Wort verloren. Dabei sind wir bei dem Thema „Abriss von Wohngebäuden“ erst am Anfang.

Deshalb: hier der Mitschnitt meiner zweiten Rede zu dem Thema. Übrigens haben die beiden Stenografinnen, die vor dem Rednerpult sitzen, selbstverständlich eine Entschuldigung von mir erhalten, denn es war nie meine Absicht sie zu erschrecken.


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elisa_retter_broschuere

Dieser Backsteinbau – einer der letzten seiner Art in Hamm – soll nun durch Zustimmung der SPD abgerissen werden obwohl sich sowohl Denkmalschutzrat, Architektenkammer und Fritz-Schumacher-Gesellschaft für den Erhalt eingesetzt haben. Zerstört werden damit von der Genossenschaft VHW 122 preiswerte Wohnungen und gebaut werden sollen dafür nur 101 neue Wohnungen. Dabei ist noch nicht mal das Schlimmste, dass der Abriss bei den Wohnungsbauzahlen des SPD-Senates nicht gegengerechnet werden, sondern nur die Neubauzahlen gerechnet werden (in der Summe werden also 21 Wohnungen vernichtet).

Schlimmer ist wie nun MieterInnen (selbst eine 66-Jährige) mit allen Schikanen aus den Wohnungen herausgeekelt werden und  wie hier mit einer Initiative umgegangen wird, die die Bausenatorin noch nach einer Umfrage im Rahmen der 2. Stadtwerkstatt „Hamburg: Deine Bauten  – Was ist schön was ist schützenswert“  zu einer Podiumsdiskussion eingeladen hatte. Der Grund: Das Gebäude Am Elisabethgehölz hatte den ersten Platz in der Umfrage erhalten.

www.hamburg.de/contentblob/3823460/data/broschuere-dokumentation-2-sws.pdf

siehe auf Seite 12 der Vertreter der Initiative „Rettet Elisa“  Christian Budig

siehe auch:                www.elisa-bleibt.de                    www.rettet-elisa.de

www.gruene-wandsbek.de

 

 

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