Was ist los mit ELISA? Backsteinbauten in Hamm erhalten

Vorstandwechsel bei der VHW (Vereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft)

Die Spatzen haben es schon vor Weihnachten von den Dächern der vom Abriss bedrohten ELISA-Häuser in Hamm gepfiffen: der Vorstandsvorsitzende der in Schieflage geratenen VHW, Marco Hahn, hat zum Jahresende seinen Hut genommen. Über die Hintergründe kann man bisher nur spekulieren.
Gibt das Hoffnung für den Erhalt und die Sanierung der Backsteinbauten Am Elisabethgehölz? Der bisherige Vize im Vorstand Rainer Quasniza soll die Leitung der Genossenschaft übernehmen. Wird er so weiter machen wie bisher oder nutzt er die Chance für einen Kurswechsel um den „guten Ruf“ der VHW wieder herzustellen? 

 

 

Gerade vor Jahresende wurden die BewohnerInnen mal wieder unangekündigt von Handwerkern überrascht, die technische Einrichtungen demontierten, herum lärmten und den BewohnerInnen kurz vor den Feiertagen eine „schöne Bescherung“ zukommen ließen. Trotzdem: Alles Gute im Neuen Jahr für „Rettet ELISA“

Große Anfrage der Grünen zu den Häusern Am Elisabethgehölz  Große_Anfrage_Am_Elisabethgehölz_Drs._20-9308

Fünf-Minuten-Beitrag in der Bürgerschaft am 27.11.2013 zur Großen Anfrage Am Elisabethgehölz: oder Mieterschutz nach Kassenlage?


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***Pressemitteilung der Grünen Bürgerschaftsfraktion***
28. November 2013

Häuser Am Elisabethgehölz (Hamm)
Aus 122 günstigen werden 100 teure Wohnungen

Die SPD will nicht über die Zukunft der Häuser am Elisabethgehölz in Hamm sprechen. Den Antrag auf Überweisung einer Großen Anfrage der Grünen in den Fachausschuss hat sie gestern abgelehnt.
Die Grünen kritisieren, dass ein milieuprägendes Backsteingebäude mit 122 günstigen Wohnungen abgerissen wird und stattdessen mit staatlicher Förderung 100 deutlich teurere Wohnungen gebaut werden sollen. Einziger Profiteur wäre die finanziell angeschlagene Wohnungsbaugenossenschaft VHW.

Olaf Duge, Sprecher für Stadtentwicklung und Wohnen der Grünen Bürgerschaftsfraktion, erklärt: „Über unangenehme Themen will die SPD offenbar lieber nicht reden. Der geplante aus Steuermitteln geförderte Neubau mit ca. 100 Wohnungen soll die bestehenden Gebäude mit 122 Wohnungen ersetzen. Das stellt den wohnungspolitischen Konsens in Frage. Die Sanierung der wirtschaftlich in Schieflage geratenen Wohnungsbau-genossenschaft VHW mit staatlichen Fördermitteln scheint hier vor die Interessen der Mieterinnen und Mieter zu gehen. Dabei wurde gutachterlich nachgewiesen, dass bei unverändertem Grundriss und gleichbleibender Wohnungszahl eine wirtschaftliche Sanierung möglich ist. Das Mietniveau, derzeit knapp 4,50 Euro pro Quadratmeter, würde nur wenig über das Sozialmietennivau steigen. Zudem blieben gerade die günstigen kleineren Wohnungen erhalten.“

Die Initiative „Rettet Elisa“ hatte sich – zunächst mit Unterstützung aus der Stadtentwick-lungsbehörde – für den Erhalt des Backsteingebäudes eingesetzt. Inzwischen scheint die Baubehörde eingeknickt zu sein. Nun versucht die VHW, die Genossenschaftsmitglieder aus den Wohnungen zu kündigen. Fast 100 Wohnungen stehen bereits leer. Allerdings ist noch mit Klagen zu rechnen, so dass wohl letztlich vor Gericht entscheiden wird, ob abge- rissen werden kann oder ob sich eine wirtschaftlich vertretbare Sanierung darstellen lässt.

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